Kommentare sind ausgeschaltet für diesen Beitrag

Drei Chancen dieser Krise

Veröffentlicht am1. Mai 2020 Geschrieben von:JürgenKategorien:Pastors Blog

Liebe Gemeinde, liebe Freunde,

seit einigen Wochen gehört die Welt, wie wir sie kannten vorerst der Vergangen- heit an. Das soll natürlich nicht heißen, dass wir diese Krise nicht überstehen werden. Ich bin zuversichtlich, dass wir es werden. Aber niemand weiß, wie die Zukunft aussehen wird. Trotz großer Herausforderungen und Einschränkungen sehe ich auch große Chancen für uns, die in dieser Krise stecken. Drei möchte ich hier nennen.

1. WIR BEKOMMENEN ZEIT GESCHENKT.

Viele erleben es aktuell als große Ein- schränkung, sich nicht mehr wie ge- wohnt mit Menschen treffen zu können. Ich muss zugeben, dass es auch für uns Familie nicht besuchen zu können. Ein Stück Lebensqualität wurde uns allen dahingehend genommen. Gleichzeitig wurde vielen aber auch in gewisser Hinsicht etwas geschenkt. Zeit! Zeit für die Kinder. Zeit für den Ehepartner. Zeit zum Nachdenken. Zeit für sich selbst. Zeit zum Beten. Zeit zum Bibellesen. Zeit, um mit Gott Termine zu vereinbaren. Je nachdem, wie man es betrachtet, können wir in der Einschränkung auch die vielen wertvollen Zeitfenster erkennen, die uns in dieser Herausforderung geschenkt werden. Wenn wir diese geschenkte Zeit nicht mit Ablenkungen und Berieslung füllen, werden wir erleben, dass in dieser geschenkten Zeit eine noch nie dagewesene Chance liegt, unserem Leben eine ganz neue Qualität zu geben. Natürlich gibt es auch unzählige Menschen, die aktuell weniger Zeit haben, weil sie z.B. seit einigen Wochen viel mehr gefordert sind als sonst. Hier denke ich u. a. an alle, die im Gesundheitssystem arbeiten, Eltern, die im Homeoffice arbeiten und gleichzeitig Homeschooling machen usw. Lasst uns besonders für diese Menschen beten! Auch dass ihnen Zeit geschenkt wird zur Erholung!

2. DIE ROUTINE IST UNTERBROCHEN

Die meisten wissen, wie wohltuend es für Leib, Seele und Geist sein kann, die gewohnte Routine zu unterbrechen. Das ist auch der Grund, warum sich nahezu jeder auf seine wohlverdiente Mittags- oder Kaffeepause im Geschäft freut. Mal raus kommen, den Kopf frei kriegen und an etwas anderes denken. Vor wenigen Wochen wurde unsere gewohnte Routine unterbrochen. Hier sehe ich eine große Chance Lebensbereiche zu überdenken und neu zu ordnen. Unsere „Pause“ kann unserer bisherigen Routine neue Perspektiven geben. Geben wir Gott die Möglichkeit, unsere Gewohnheiten neu zu definieren. 

3. DANKBARKEIT ERFAHREN

Immer wenn ich ein paar Tage auf Dienstreise bin, empfinde ich eine größere Dankbarkeit für meine Familie. Das bedeutet natürlich nicht, dass ich sonst nicht dankbar bin. Aber je länger ich liebgewonnene Menschen nicht um mich habe, desto mehr Dinge fallen mir ein, für die ich dankbar bin. Vielleicht kennst du das auch. Vielleicht erlebst du das auch in anderen Bereichen. Lasst uns dankbar sein für das was wir haben. In Pilipper 1,3 schreibt Paulus an die Gemeinde in Philippi: „Ich danke meinem Gott bei jeder Erinnerung an euch“. Vermutlich wird es noch eine weile dauern, bis wir uns in alter Gewohnheit als Gemeinde versammeln können. Umso mehr lerne ich Dinge ganz neu zu schätzen, die man aneinander hat. Es erfüllt mich mit großer Dankbarkeit und Freude, dass wir nicht alleine unterwegs sind. 

Ich wünsche euch allen Gottes reichen Segen und Schutz!

Herzliche Segensgrüße

Jürgen Justus

Kommentarfunktion ist geschlossen.