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Gott wirkt Gutes!

Veröffentlicht am29. April 2020 Geschrieben von:JürgenKategorien:Pastors Blog

Liebe Gemeinde, liebe Freunde,

ich hoffe sehr, dass es jedem von euch gut geht und ihr in diesen herausfordernden Zeiten Gottes Nähe und Fürsorge in besonderer Weise erfahrt. Mehr denn je spüren wir, wie abhängig wir von der Gnade Gottes sind. Mehr denn je merken wir, dass der Glaube an Jesus auf persönlicher Beziehung basiert. Mehr denn je sind wir auf das Wirken des Heiligen Geistes angewiesen. 

Ein oft zitierter Vers in diesen Tagen ist Römer 8,28: „Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Guten mitwirken, denen, die nach seinem Vorsatz berufen sind.“ Ich bin froh, dass es solche Worte in der Bibel gibt. In diesen Worten finden wir Trost und Zuversicht. Gerade in schwierigen Zeiten ist es eine Hilfe zu wissen, dass den Gläubigen alle Dinge zum Guten mitwirken werden. Vielleicht fragt sich der Eine oder Andere allerdings manchmal, wann sich die Dinge endlich zum Guten wenden werden? Wann hört das Leiden auf? Wann erhört Gott mein Gebet? Ich habe vollstes Verständnis dafür, dass es manchmal gefühlt einfach „zu lange“ dauert. In diesen Tagen habe ich aber in dem Textabschnitt aber etwas entdeckt, was uns in diesen Zeiten helfen könnte. 

Ich habe schon oft erwähnt, dass Bibeltexte immer im Kontext betrachten werden sollten. Um das größere Bedeutungsspektrum von Römer 8,28 zu erkennen, ist es daher hilfreich, sich den Kontext des ganzen Gedankenabschnitts anzuschauen. In unseren Bibeln werden wir entdecken, dass bei Römer 8,18 ein neuer Gedankenabschnitt beginnt. In Römer 8,18-19 schreibt Paulus: „Ich bin aber davon überzeugt, dass unsere jetzigen Leiden bedeutungslos sind um Vergleich zu der Herrlichkeit, die er uns später schenken wird. Denn die ganze Schöpfung wartet sehnsüchtig auf jenen Tag, an dem Gott offenbar machen wird, wer wirklich zu seinen Kindern gehört.“ Paulus beginnt diesen Abschnitt mit dem Thema Leiden. In Römer 8,35 heißt es dann fast am Ende des Abschnitts weiter: „Kann uns noch irgendetwas von der Liebe Christi trennen? Wenn wir vielleicht in Not oder Angst geraten, verfolgt werden, hungern, frieren, in Gefahr sind oder sogar vom Tod bedroht werden? 

Wenn Römer 8,28 auf egoistische und rein materielle Bedürfnisse ausgelegt werden würde, würde man dem eigentlich Sinn nicht gerecht werden. Paulus will die Christen ermutigen, dass wir in Zeiten der Bedrängnis darauf vertrauen dürfen, dass Gott alles zum Guten wirken wird. In diesem Zusammenhang ist Gott in Kontrolle! Keine Quarantäne, keine Isolation, kein Corona-Virus, kann uns von der Liebe Christi trennen. Alles was wir aktuell erleben, wird uns zum Guten dienen. In diesem Zusammenhang müssen wir dann auch Römer 8,26 lesen: „Der Heilige Geist hilft uns in unserer Schwäche. Denn wir wissen ja nicht einmal, worum oder wie wir beten sollen. Doch der Heilige Geist betet für uns mit einem Seufzen, das sich nicht in Worte fassen lässt. Nicht nur, dass Gott für die, die ihn lieben, alles zum Guten wirkt, er hilft sogar dann, wenn es uns die Sprache verschlägt und wir nicht einmal mehr in der Lage sind zu beten. 

Ich wünsche jedem von uns in den nächsten Wochen ganz viele tiefe Begegnungen mit dem Herrn. Nimm dir Zeit in der Bibel zu lesen. Nimm dir Zeit für Gespräche mit ihm. Nimm dir Zeit zum Zuhören. Nimm dir Zeit für Lobpreis. Gerade dann, wenn wir erleben, dass nichts mehr ist, wie es war, haben wir ihn an unserer Seite, der sich nie verändert. 

Römer 8,38-39

„38 Ich bin überzeugt: Nichts kann uns von seiner Liebe trennen. Weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte, weder unsere Ängste in der Gegenwart noch unsere Sorgen um die Zukunft, ja nicht einmal die Mächte der Hölle können uns von der Liebe Gottes trennen. 39 Und wären wir hoch über dem Himmel oder befänden uns in den tiefsten Tiefen des Ozeans, nichts und niemand in der ganzen Schöpfung kann uns von der Liebe Gottes trennen, die in Christus Jesus, unserem Herrn, erschienen ist.“

Herzliche Segensgrüße

Jürgen Justus

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