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Gottes Unveränderlichkeit

Veröffentlicht am29. Juli 2018 Geschrieben von:EliasKategorien:Pastors Blog

Liebe Gemeinde, liebe Freunde,

für viele ist nun endlich die langersehnte Urlaubszeit da. Ob man nun in den Urlaub fährt oder fliegt oder ob man zu Hause bleibt, der Sommer ist auf jeden Fall da. Ich wünsche allen eine erholsame Zeit. Zeit für sich, Zeit für die Familie und Freunde und Zeit für Gott.

In Maleachi 3,6 sagt Gott über sich: „Nein, ich habe mich nicht geändert.“ Und in Jakobus 1,17 heißt es: „Vom Vater der Himmelslichter kommen nur gute und vollkommene Gaben. Bei ihm gibt es keine Veränderung, auch nicht den Hauch eines Wechsels.“ Diese Worte machen Mut und Hoffnung. Gottes Wesen ändert sich nicht. Gottes Zusagen und Verheißungen stehen und werden von niemandem verändert. Jakobus macht mit seiner Aussage  deutlich: Gute Gaben kommen immer von Gott und aus diesem Grund dürfen wir immer darauf vertrauen, dass in der Zukunft nur gute Gaben kommen werden, weil sich Gottes Charakter nicht im geringsten Maße verändert.[1] Es ist ein großer Trost, dass Gottes Bünde und Verheißungen zuverlässig sind. Auf Gott dürfen wir uns immer verlassen! Ein bekanntes Zitat aus der Bibel, sagen wir immer wieder gern: „Jesus Christus ist derselbe gestern und heute und in Ewigkeit“ (Hebräer 13,8).[2]

Ich weiß, dass viele im Erleben dieser Wahrheit häufig eine große Spannung erfahren. Das Leben bringt es mit sich, dass manchmal große Fragezeichen entstehen, weil man schlicht und ergreifend manches nicht versteht und auch Gott nicht versteht. Das Leben ändert sich, wir ändern uns, die Dinge um uns herum ändern sich permanent. Häufig sagen Leute je älter ich werde, desto schneller vergeht die Zeit und ändern sich die Dinge. Hier hilft vielleicht folgendes Zitat: „Alles, was Geschöpf ist, ist werdend. Es ist veränderlich, strebt fortwährend, sucht nach Ruhe und Befriedigung und findet diese Ruhe allein in dem, der reines Sein ohne Werden ist. Darum heißt Gott in der Schrift so oft der Fels.“[3]

Ich möchte uns allen Mut machen Gott in jeder Lebenslage zu vertrauen. Es kann sein, dass du durch eine Krise gehst. Es kann sein, dass sich vor dir ein Berg getürmt hat, der unüberwindbar scheint. Es kann sein, dass du von Menschen bitter enttäuscht wurdest. Es kann sein, dass du von dir selbst enttäuscht bist. Es kann vieles sein. In einer Sache dürfen wir uns alle gewiss sein. Gott steht zu seinem Wort. Sein Wesen verändert sich nie! Durch Jesaja sagt Gott, dass niemand so ist wie er: „Denkt an das, was früher war, von Urzeiten her: Ja, ich bin Gott und keiner sonst. Es gibt keinen Gott, der mir gleicht. Von Anfang an habe ich den Ausgang gezeigt, lange im Voraus die ferne Zukunft vorhergesagt. Meine Pläne verwirkliche ich, und was ich mir vornehme, das tue ich auch… Ja, ich habe es gesagt und lasse es auch so kommen. Ich habe es geplant, und ich führe es aus“ (Jesaja 46,9-11).

Ich möchte noch ein paar Worte an diejenigen richten, die in der Vergangenheit eher die eigenen Wege gegangen sind als Gottes Wege zu suchen. Aus persönlicher Erfahrung weiß ich, dass man sich „unwürdig“ fühlen kann, wieder zu Gott zurück zu kommen. Nach dem Motto: Bist ja jetzt selbst schuld, dass es dir so geht, wie es dir geht… Ich möchte klarstellen, solange wir atmen, gibt es immer ein Weg zu Gott zurück. In Römer 8,38-39 sagt Paulus: 38 Ich bin ganz sicher, dass nichts uns von seiner Liebe trennen kann: weder Tod noch Leben, weder Engel noch Dämonen noch andere gottfeindliche Mächte, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, 39 weder Himmel noch Hölle. Nichts in der ganzen Welt kann uns jemals trennen von der Liebe Gottes, die uns verbürgt ist in Jesus Christus, unserem Herrn.“

Wer sich nach Gottes Liebe ausstreckt, der empfängt sie auch.

Gleichzeitig möchte ich betonen, dass es keinen Freifahrtschein für ein unabhängiges Leben von Gott gibt. Nach dem Motto: Wenn die richtige Zeit kommt, dann mache ich schon ernste Sache mit Gott… Solche Gedanken zeugen davon, dass ein Mensch noch keine tiefgreifende Veränderung durchlebt hat. Gottes Unveränderlichkeit sollte uns nicht darin ermutigen einfach „unser Ding“ zu machen. Gottes Unveränderlichkeit sollte uns in unserer Nachfolge ermutigen, dann nicht den Kopf hängen zu lassen, wenn wir die Welt in uns und um uns herum nicht verstehen. Ja sogar dann, wenn wir Gott nicht verstehen.

In einer Welt, in der alles ständig im Wandel ist und nichts ewig Bestand hat, dürfen wir auf eine Sache wirklich vertrauen und unsere Hoffnung setzen. Gottes Unveränderlichkeit! Ich bete, dass jeder von uns in den nächsten Wochen mit dieser Wesenseigenschaft Gottes in Berührung kommt. Dass wir innerlich zur Ruhe kommen, bei Gott auftanken können und neue Impulse bekommen.

Herzliche Segensgrüße und eine gesegnete und behütete Urlaubszeit!

Jürgen Justus

[1] Wayne Grudem, Biblische Dogmatik, 179.
[2] Guy P. Duffield and Nathaniel M. Van Cleave, Grundlagen pfingstlicher Theologie, 109ff.
[3] Grudem, 179.

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