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Warum Mission so wichtig ist

Veröffentlicht am1. Dezember 2017 Geschrieben von:EliasKategorien:Pastors Blog

Liebe Gemeinde, liebe Freunde,

in den vergangenen Wochen hatten wir immer wieder das Thema Mission in unseren Gottesdiensten. Wir hörten Berichte aus anderen Ländern und Kontinenten. Wir hörten, wie Gott an den unterschiedlichsten Orten dieser Welt wirkt und sein Reich baut. Menschen hören das Evangelium, erleben die Liebe Gottes, gründen Gemeinden, versorgen Menschen in Kriegsgebieten usw. Wenn man all diese Dinge hört und sieht, dann kommt man mit der ursprünglichen Bedeutung von Christsein in Berührung. In Lukas 24,47 sagt Jesus: „Und in seinem Namen sollen alle Völker zur Umkehr aufgerufen werden, damit sie Vergebung ihrer Sünden empfangen.“ Und in Johannes 20,21 überträgt Jesus seinen Missionsauftrag auf all diejenigen, die ihn lieben und ihm nachfolgen: „Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch.“

Ich weiß nicht, was diese Worte in dir auslösen. Vielleicht klingt das alles sehr gut und schon richtig, dennoch fühlt es sich alles so weit weg an. Interessant finde ich den zweiten Teil von Lukas 24,47. Nachdem Jesus erklärt, dass alle Völker zur Umkehr aufgerufen werden sollen, sagt er: „In Jerusalem soll damit begonnen werden.“ Jesus sagt ganz deutlich, dass der Ort, der uns vertraut ist und besonders nahesteht, nämlich der Ort, den wir unser Zuhause nennen, auf Gottes Prioritätenliste ganz oben steht. Sprich, die Menschen, die in unserem Umfeld leben, sind die Menschen, die aus unserer Perspektive am Dringendsten Gottes Liebe brauchen. Francis Chan bringt es in einem seiner Bücher sehr gut auf dem Punkt: „Ich hoffe, es bestärkt dein Verlangen nach „mehr von Gott“ – selbst wenn du von Menschen umgeben bist, die denken, sie hätten „genug von Gott“.[1] In Matthäus 5,13 sagt Jesus. „Ihr seid das Licht der Welt.“ Und in Vers 16 sagt er weiter: „So soll euer Licht leuchten vor den Menschen, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater, der in den Himmeln ist, verherrlichen.“

Wenn wir bei schönem Wetter am Tag in den Himmel blicken, dann sehen wir einen wundervollen blauen Himmel. Ich persönlich bin immer wieder fasziniert von diesem Anblick und kann mich manchmal nicht satt sehen. In Wirklichkeit aber leuchten am Himmel unzählig viele Sterne. Diese sind allerdings nur in der Nacht sichtbar. Dann wenn es dunkel ist, leuchten die Sterne in ihrer ganzen Pracht. Man könnte sagen, das Leben als Christ ist dem ähnlich. Jesus kam in diese Welt (in die Finsternis) und er sagte von sich, dass er das Licht ist und jeder, der ihm nachfolgt, wird das Licht des Lebens haben (Johannes 8,12). Jesus nachzufolgen bedeutet demnach, das empfangen Licht weiterzugeben, auch wenn es um einen herum dunkel und finster ist. Ich denke wir sollten gerade dann unser Licht nicht unter den Scheffel stellen.

Weihnachten steht vor der Tür und wie jedes Jahr ist es auch dieses Jahr wieder eine Möglichkeit, lebendige Leuchter für das kraftvolle Evangelium zu sein. Und das Beste ist, es gibt keinen Anspruch perfekt sein, oder alles richtig machen zu müssen. Unser Leben entfacht dann am meisten Leuchtkraft, wenn wir es voll und ganz Gott überlassen, in und durch uns zu wirken. Und zwar durch die Kraft seines Heiligen Geistes (Apostelgeschichte 1,8).

Wir als Gemeinde möchten ganz neu unseren Auftrag leben. Dieser sieht so aus, dass wir Menschen mit der Liebe Gottes in Berührung bringen möchten und sie für eine leidenschaftliche Nachfolge von Jesus Christus zurüsten wollen. Wir glauben, dass es nichts Schöneres und Besseres gibt, als Gott zu kennen und für Gott zu leben.

Ich bete, dass in diesem Jahr an vielen Orten unserer Region das Licht hell leuchtet und strahlt und noch weitere Lichter anfangen zu leuchten. Beten wir doch gemeinsam dafür!

Herzliche Segensgrüße

Jürgen Justus

[1] Francis Chan , Eine vollkommen verrückte Liebe Überwältigt von einem Gott der nie aufgibt, 2015, 15.

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