Kommentare sind ausgeschaltet für diesen Beitrag

Die Gabe der Erkenntnis

Veröffentlicht am1. Februar 2017 Geschrieben von:EliasKategorien:Pastors Blog

Wir sind nun einige Monate gemeinsam in unserer Themenreihe über die Geistesgaben unterwegs. Ich hoffe, die Impulse und Gedankenanstöße helfen uns im Alltag mit Gottes Wirken zu rechnen und die Gaben kräftig einzusetzen. Dadurch werden Menschen ermutigt und das Reich Gottes gebaut.
In diesem Monat möchte ich mit der Gabe der Erkenntnis fortsetzen. In 1. Korinther 12,8 schreibt Paulus: „Denn dem einen wird durch den Geist das Wort der Weisheit gegeben, einem anderen aber das Wort der Erkenntnis nach demselben Geist.“
Eine Definition könnte die folgende sein:

Mit Hilfe dieser Gabe schenkt Gott Einblick in verborgene Dinge. Wahrheit kommt ans Licht und verborgenes wird aufgedeckt. Situationen werden durch den Heiligen Geist erhellt und im Lichte Gottes gesehen und weitergegeben.

Im hebräischen Verständnis ist „Erkennen“ niemals nur ein denkerisch-philosophisches Vorgehen. Es ist immer in einer persönlichen Beziehung begründet. Rust schreibt dazu: „Je nach Zusammenhang bedeutet erkennen auch merken, spüren, erfahren, sich auf etwas einlassen oder erwählen. Erkenntnis wächst im praktischen Umgang miteinander. Sie kommt zustande, weil man in einer Beziehung miteinander steht.

Die Gabe der Erkenntnis ist nicht mit der natürlichen, menschlichen Fähigkeit Erkennen zu können gleichzusetzen. Die Gabe der Erkenntnis geht vom Heiligen Geist aus. Er ist der Geber der Gaben und entsprechend auch Geber der Gabe zu Erkennen.

Im Johannesevangelium wird uns von Jesus Begegnung mit der Frau am Jakobsbrunnen berichtet. Ohne die Frau zu kennen, nennt er Dinge in ihrem Leben. Die Frau ist sichtlich beeindruckt und läuft in die Stadt, um es allen zu erzählen (Johannes 4,1-29). Die Begegnung von Petrus mit Hananias und Saphira zeigt auf, wie der Heilige Geist durch die Gabe der Erkenntnis Menschen von Sünde überführt (Apostelgeschichte 5,1-11).

In einem Gottesdienst erlebte ich, wie jemand einen Eindruck weitergab, im Raum befinde sich eine Person mit starken Schmerzen in der Hüfte. Gott möchte die Hüfte dieser Person heilen hieß es. Ein Mann, der sich kurz zuvor bekehrt hatte stand auf und bestätigte diesen Eindruck. Als für ihn gebetet wurde spürte er, wie seine Hüfte warm wurde. Der Schmerz verließ ihn schlagartig. Gott heilte diesen Mann, wie er es durch die Gabe der Erkenntnis ankündigte. In dieser Situation wirkten zwei Gaben ineinander. Die Gabe der Erkenntnis und die Gabe der Heilung.

Wichtig zu betonen ist, dass es sich bei dieser Offenbarungsgabe immer um Bruchstücke handelt. Nach Kolosser 2,3 liegen in Christus alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis verborgen. Rust schreibt treffend, dass ein Wort der Erkenntnis wie ein Bruchstück aus diesem Schatz ist. In der einen Situation treffend, muss es in einer anderen Situation nicht mehr so sein. Wie alle Offenbarungsgaben, so muss auch hier schriftgemäß geprüft werden.

Ich möchte jeden ermutigen, sich nach den Geistesgaben auszustrecken. Gott gibt sie uns, damit wir in seiner Kraft Reich Gottes bauen und nicht aus eigener.
Ich wünsche allen Gottes reichen Segen!

Jürgen Justus

Kommentarfunktion ist geschlossen.