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Was bedeutet es, ein Royal Ranger zu sein?
Royal Rangers sind christliche Pfadfinder. Als Kinder und Freunde des
"Königs aller Könige" Jesus Christus haben wir die besten
Voraussetzungen für ein ereignisreiches, natürliches, gesundes und
spannendes Pfadfinderleben.
Aktive Ranger zieht es hinaus in die frische Luft. Auch der Regen kann
uns nicht davon abhalten, mit unseren Teams einige Tage loszuziehen und
Neues zu entdecken.
Gute Ausbildung ist wichtig - von nix kommt nix
In den wöchentlichen Treffen im Stamm oder in den einzelnen Teams
werden die Ranger gründlich darauf vorbereitet. Besonders wichtig sind
dabei die Ausbildungsgebiete Feuer, Knoten & Bünde, Camptechnik,
Orientierung, Karte & Kompaß, Erste Hilfe und Werkzeugsicherheit.
Ein diszipliniertes, der Natur und Umwelt angepaßtes Verhalten wird
bereits im Kleinsten eingeübt und bei größeren Maßnahmen stets als
Leitlinie beachtet. In diesem Rahmen machen die Ranger immer neue
spannende und abenteuerliche Erfahrungen.
Der Reiz des Einfachen - weniger ist mehr
Die gelernten Knoten und Bünde können spätestens beim Aufbau der
jährlich ein- bis zweimal stattfindenden Camps angewendet werden. Jedes
Team baut sich seinen eigenen Teambereich auf. Mit Holzstangen,
Schnüren und einem guten Teamgeist gehen die Ranger ans Werk. Ein
überdachter Eßplatz entsteht, eine Feuerstelle und ein Arbeitsbereich
zum Sägen und Spalten des Feuerholzes. Das über dem offenen Feuer
selbst gekochte Essen schmeckt meistens vorzüglich. Es werden aber auch
"Großbauwerke" auf dem Camp erstellt. Die Palette reicht von Lagertor,
dem großen Aussichtsturm und der Jurtenburg bis hin zu
Hollywoodschaukel und Campbackofen. Wenn dann das Camp aufgebaut ist,
geht es, meistens unter einem bestimmten Campthema, richtig los:
Geländespiele, Lagerolympiade, Workshops, Wanderungen und vieles mehr.
Einfach losziehen
Höhepunkt im Teamleben sind die "Hajks", die zwei oder mehrere Tage
dauern und bei den älteren Rangern auch ins Ausland führen können.
Nachdem man sich sein Hajkziel gesteckt hat, ist es immer wieder ein
besonderes Erlebnis, im Team im Freien zu übernachten und sich auch im
schwierigen Gelände zurecht zu finden. Ob zu Fuß, mit dem Fahrrad oder
dem Kanu, Kreativität bei der Auswahl des Fortbewegungsmittels ist
dabei immer gefragt.
Durch das einfache und schlichte Leben werden alte Werte wieder neu
entdeckt - ein Gespräch mit Freunden, der Teamgeist, die Stille der
Natur, die Schönheit von Gottes Schöpfung, ein Gebet, Gott erleben. Und
dann wieder prickelnde Aktion: durch dick und dünn das Ziel erreichen,
die Felswand im Dülfersitz hinunter, das selbstgebaute Kanu über
Stromschnellen balancieren, vom erklommenen Berggipfel den
Sonnenaufgang beobachten - die eigenen Grenzen kennenlernen und sie
erweitern.
Wachsen durch dienen
Aber auch zu Hause gibt es was zu erleben und gilt es, das bei den
Royal Rangers Gelernte anzuwenden. Schon sprichwörtlich ist die "gute
Tat" des Pfadfinders gemäß der goldenen Regel. Unser Versprechen
fordert uns dazu heraus, Gott, unserer Gemeinde, unseren Mitmenschen
und unserer Familie zu dienen. Das kann in Form von kleinen Diensten
geschehen, im Team beim Singen im Krankenhaus, beim Sammeln für ein
Waisenkind in Afrika oder im Stamm bei einem Waldeinsatz zur Freude des
Försters.
Für die Royal Rangers gilt das Pfadfindermotto: Allzeit bereit!
Der Jabez-Trail
Vom 4. - 12. August ist unser Stamm 47 auf großer Fahrt
Still und leise, aber gründlich bereitet sich unser Royal Rangers Stamm auf eine
außergewöhnliche Unternehmung vor: Wir werden anstelle eines RR-Camps diesen Sommer tagelang unterwegs sein, und das im Gebirge. Wer es auf der Landkarte finden möchte:
Es geht von Grono nach Dongo, und das ist nicht im Kongo. Ein Tipp: aus dem Tal von Bellinzona bis zum Comer See.
17 junge Rangers und 13 Leiter machen sich auf den langen Marsch, überwinden mehrere Pässe, leben aus dem Rucksack und schlafen in winzigen Ponchozelten. Als Ziel winken noch zwei Tage Erholung auf einem Campingplatz direkt am See.
Anders als ein normales Camp stellt diese Unternehmung hohe Anforderungen an jeden Einzelnen, denn die Berge sind unerbittliche Lehrmeister, gerade auch was das Miteinander anbelangt. Darum haben wir diesen Marsch auch "Jabez-Trail" genannt, in Erinnerung an sein Gebet: "Herr, erweitere meine Grenzen!"
Sollte es wider Erwarten zu einer Südstaulage kommen und das Wetter in diesem Gebiet auf lange Sicht schlecht sein (was sehr selten vorkommt), ist ein Alternativ- Plan ausgearbeitet, das Gleiche auf der Nordseite der Alpen durchzuführen.
Wir sind froh, dass eine Gemeinde hinter den Aktivitäten unseres Stammes steht, darum bitten wir auch um Gebet, dass das Wetter mitmacht und niemand auch nur "den Fuß an einen Stein stößt".
Wenn wir zurück sind, werden wir im Herbst ausführlich über den Jabez-Trail berichten.
In diesem Sinne "Allzeit bereit für Jesus!"
Die Trail-Leiter